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Süßkraut – Stevia rebaudiana

Stevia Rebaudiana ist im nördlichen Hochland Paraguays und den anschliessenden Gebieten Brasiliens heimisch und wird heute in vielen Ländern wie z.B. Kalifornien, Israel, Japan landwirtschaftlich angebaut. Stevia ist eine mehrjährige Staude und wird etwa 80 cm hoch. Die Indianer verwendeten das Kraut ursprünglich zum süssen ihrer Heilmittel und Tees. Andere Namen für Stevia sind Caajhe-he oder Yerba Dulce. Stevia ist etwa 300 mal süsser als Rohrzucker und dabei zucker- und praktisch kohlehydratfrei.

Der Konsum von Stevia hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Süßmittel der Indianer Die Guarani- und Mato Grosso-Indianer nutzen Stevia schon seit Jahrhunderten als Süßmittel für Speisen und Tees, zum Beispiel für den bei ihnen sehr beliebten, leicht bitteren Mate-Tee, und auch als Heilmittel für medizinische Zwecke, zum Beispiel zur Wundheilung, bei Bluthochdruck oder bei Diabetes. Heute wird Stevia kommerziell vor allem in der Gegend um Sao Paulo angebaut, aber auch weltweit zum Beispiel in China, Israel, Spanien und unter Glas in Japan. Die Indianer Paraguays und Brasiliens nutzten Stevia schon in vorkolumbianischer Zeit als Süßmittel und für medizinische Zwecke. Erst im Jahr 1887 entdeckte ein südamerikanischer Naturwissenschaftler diese Pflanze und nannte sie erst Eupatorium rebaudianum Bertoni, weil er dachte, sie sei eine Verwandte vom Wasserdost, ordnete sie aber 1905 der Gattung Stevia zu und gab ihr den klangvollen Namen "Stevia rebaudiana Bertoni". Schätzungen gehen davon aus, daß es wahrscheinlich mehr als 200 Stevia-Arten in Nord- und Südamerika gibt. Von all diesen Sorten besitzt aber nur Stevia rebaudiana die charakteristische Süße, die sie so beliebt und begehrt macht. Eine andere Wildart, die eine ähnliche Süßkraft hatte, soll schon ausgestorben sein. Das Stevia-Blatt ist je nach Gegend und Klima 10 bis 30-mal so süß wie Zucker, dabei aber kalorienfrei, und Extrakte der süßen Bestandteile können die bis zu 400-fache Süßkraft von raffiniertem Zucker erreichen.

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